Baden-Württembergische Meisterschaften 2016

Schiltacher Turner mit guten Leistungen

Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Grötzingen am letzten Samstag konnten die Athleten des TV Schiltach gegen starke Konkurrenz einige Erfolge verzeichnen.

Mit Manuel Do Rosario, Sandro Dathe, Timo Armbruster, Pit und Tom Nakic gingen insgesamt fünf Schiltacher Turner an den Start - vier davon, die einen Mehrkampf absolvierten. Natürlich nutzte man diese Meisterschaft, um einige Elemente auszuprobieren. Dementsprechend blieb man nicht gänzlich fehlerfrei. Gestartet war man am Reck, wo die erste Nervosität zunächst einmal abgeschüttelt werden musste. Nach Boden zeigten die Schiltacher ungewohnte Sicherheit am Pferd und turnten allesamt durch. Ringe und Sprung sollten folgen, ehe der Wettkampf am Barren abgeschlossen wurde und an dem die Athleten nochmals viel Neues versuchten.

Am Ende belegten bei insgesamt 19 Sechskämpfern Pit Nakic den 6., Sandro Dathe den 7., Tom Nakic den 11. und Timo Armbruster den 12. Platz. Manuel Do Rosario überzeugte zwar, turnte aber nur an drei Geräten und belegte am Ende Platz 20. Neben der erfolgreichen Teilnahme an den Mehrkampfmeisterschaften, verbuchte das Team von Andreas Feigel auch insgesamt vier Gerätefinal-Teilnahmen. In diesen wurde Sandro Dathe am Boden sowie Barren Vierter, wie auch Pit Nakic am Pferd, der hier überraschend ins Finale einzog. Timo Armbruster gelang an den Ringen sogar der Sprung aufs Podest und wurde trotz einem Sturz bei seinem Abgang Dritter.

Trainer Andreas Feigel zeigte sich zufrieden ob der gezeigten Leistung, unter anderem auch gegen die diesjährige Konkurrenz aus Kirchheim und Bühl. Der letzte "Test" vor der dann startenden Sommervorbereitung für die Ligasaison 2016 findet dann Ende Juli bei den BaWü-Pokalwettkämpfen des Landesturnfests statt. Auch hier wird man unter guten Wettkampf-Bedingungen nochmals vieles ausprobieren können.
 

Relegation in die Verbandsliga der 1. Damenmannschaft

Der TV Schiltach verpasst den Aufstieg gegen starke Konkurrenz

Das Volksbank Turnteam konnte sich bei der Relegation in Pforzheim gegen die starke Konkurrenz nicht durchsetzen und landete mit 119,90 Punkten auf den vierten und letzten Rang. Somit verpasst man den Aufstieg in die Verbandsliga der Badischen Turnliga und startet auch 2017 in der Landesliga.

Wie erwartet stießen Leonie Haas sowie Daniela Himmelsbach zum Team hinzu, nachdem sie wegen ihres Abiturs beim Ligafinale fehlten. So sollte auch ein guter Start am Boden in den Wettkampf gelingen, wo Leonie Haas als auch erstmals Annalena Schwarzwälder einen Vorwärtssalto mit ganzer Schraube in den Stand turnten. Gute Noten erhielt man auch am Sprung, an dem Schwarzwälder wieder einmal den Tageshöchstwert erhalten sollte. Nina Aubermann startete erstmals in der Liga an diesem Gerät und machte ihre Sache ebenfalls sehr gut, wie auch am Barren, an dem sie in ihrer Übung einen Rückwärtssalto mit halber Drehung einbaute. Insgesamt zeigte man an diesem vorletzten Gerät eine solide, wenn auch nicht tadellose leistung. Am Balken zeigten Verena Heinzelmann und Annalena Schwarzwälder wieder einmal einen schönen Rückwärtssalto in den Stand und trugen wesentlich zu einer guten Mannschaftsleistung am abschließenden Gerät bei, auch wenn einige Wackler nicht ausblieben. Auch Daniela Himmelsbach, Marlene Waidele, Lena Bühler und Lisa Hug trugen zu einer insgesamt guten Mannschaftsleistung bei.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich die Mannschaft um das Trainergespann Miriam Behrend und Lisa Hug. Das Risiko, das man mit in den Übungen neu eingebauten Elementen ging, sollte sich jedoch nicht auszahlen. Der Rückstand auf den Drittplatzierten TV Ichenheim (123,45 Punkte) fiel recht deutlich aus. Die beiden Aufstiegsränge besetzten dabei die beiden Vertreter aus der Verbandsliga mit dem TV Bodersweier mit 126,20 Punkten und der TG Hegau Bodensee mit 128,20 Punkten. Die Chance, eine dieser starken Konkurrenten von den vorderen Plätzen zu verdrängen, war sehr gering. Den mitgereisten Fans jedoch bot man nochmals einen guten Ligaabschluss einer gelungenen Ligarunde 2016.

 

Ligafinale der 1. Damenmannschaft

Starke Mannschaftsleistung mit Relegation belohnt

Das Volksbank Turnteam konnte beim Ligafinale in Herbolzheim vorletztes Wochenende mit 124,15 Punkten den dritten Platz erringen und steht somit in der Endabrechnung der Landesliga auf Platz 3. Durch eine starke Mannschaftsleistung qualifiziert sich das Team von Miriam Behrend und Lisa Hug für den Relegationswettkampf in Pforzheim.

Die Riege des TV Schiltach reiste nicht mit ihrer Bestbesetzung nach Herbolzheim, da Daniela Himmelsbach sowie Leonie Haas aufgrund ihres Abiturstresses passen mussten. Dies versuchte man durch weitere Ergänzungen des Kaders zu kompensieren: So konnten sich neben den gesetzten Annalena Schwarzwälder, Nina Aubermann, Verena Heinzelmann und Franziska Göhring auch noch Lena Bühler, Marlene Waidele und Lisa Hug beweisen. Als Fünftplatzierter musste man hierbei am Balken in den Wettkampf starten, wo man zuletzt zu viele Fehler zuließ. Zwar schlichen sich einige Wackler ein, diese blieben jedoch ohne weitere Konsequenzen, sodass man mit einem insgesamt starken ersten Gerätedurchgang gut in den Wettkampf fand. Auch am Boden wusste man mit guten Übungen zu überzeugen und setzte sich folgerichtig nach zwei von vier geturnten Geräten im vorderen Feld fest. Die gute Tagesform des Volksbank Turnteams wurde am anschließenden Sprung bestätigt, an dem man mit zwei Tsukaharas von Annalena Schwarzwälder und Franziska Göhring ebenso vorne dabei war, wie auch am abschließenden Stufenbarren. Eine gute Mannschaftsleistung sorgte hier sogar für das beste Ergebnis aller Mannschaften. Mit etwas Glück schob sich der TVS am Ende aufgrund des besseren Geräteverhältnisses vor den TV Güttingen auf Platz 3.

Am Ende bedeutete das bei einem Gesamtpunktekonto von 18 Platz drei in der Landesliga - vor dem TV Güttingen (15) und hinter der WG Forchheim/Wyhl und dem TV Ichenheim (beide 24). Dies hat die Qualifikation für den Relegationswettkampf am 8. Mai in Pforzheim zur Folge. Das Minimalziel „Klassenerhalt“ wurde also bei Weitem übertroffen, womit sich das Trainergespann Behrend und Hug höchst zufrieden zeigte. Diesen Erfolg konnte man nicht nur aufgrund der tadellosen Leistung der drei Mehrkämpferinnen Franziska Göhring, Annalena Schwarzwälder und Verena Heinzelmann feiern, sondern auch aufgrund der Hereinnahme frischer Kräfte, die eine gute Mannschaftsleistung ermöglichten. Bemerkenswert war darüber hinaus auch der Einsatz Lisa Hugs, die neben ihrer eigentlichen Funktion als Trainerin nach langer Zeit wieder aktiv ins Geschehen eingriff. Traurigerweise muss man in der Relegation auf Franziska Göhring verzichten, die sich trotz des noch ausstehenden Wettkampfes für das Ende ihrer aktiven Karriere beim TV Schiltach entschieden hat. Dennoch will man voller Zuversicht in die Relegation gehen, um nochmals einen schönen Wettkampf anbieten zu können. Wie die tatsächlichen Chancen stehen, um hier Erfolg zu haben, ist dabei schwierig einzuschätzen. Dementsprechend wird man ohne Druck aber mit der nötigen Konzentration aufturnen können.

 

Letzter Vorrundenwettkampf der 1. Damenmannschaft

Klassenerhalt entscheidet sich erst beim Rückrundenwettkampf

Das Volksbank Turnteam des TV Schiltach musste sich am Vor-Osterwochenende am Bodensee mit 125,20 Punkten dem TV Güttingen (127,20) sowie dem TV Überlingen (126,25) geschlagen geben und fällt somit auf den 5. Platz der Landesliga zurück. Beim Rückrundenwettkampf in Herbolzheim am kommenden Samstag gilt es nun, sich wieder zu stabilisieren und den Klassenerhalt abzusichern.

Der Wettkampf begann zwar gut am Boden, wo Annalena Schwarzwälder und Leonie Haas die besten Übungen ihres Teams zeigten, sowie am Sprung, wo Franziska Göhring die Tageshöchstnote erzielte, jedoch zeigte sich die Nervosität am darauffolgenden Gerät, dem Stufenbarren, sehr deutlich. Einige Fehler verhinderten ein besseres Mannschaftsergebnis. Nur Nina Aubermann, Annalena Schwarzwälder sowie Verena Heinzelmann konnten eine zufriedenstellende Leistung abrufen. Die beiden zuletzgenannten zeigten jedoch am abschließenden Balken Unsicherheiten beim sonst so sicheren Rückwärtssalto und mussten vom Gerät steigen, zählten aber dennoch in das Mannschaftsergebnis herein. Hierdurch wäre also ein deutlich besseres Ergebnis an diesem Gerät möglich gewesen und landete am Ende keinen Punktgewinn gegen eine der beiden Mannschaften.

Durch dieses unglückliche Ergebnis am Bodensee muss man jetzt doch noch um den direkten Ligaverbleib bangen. Das Volksbank Turnteam um Miriam Behrend und Lisa Hug steht damit unter Druck und muss nochmals die Konzentration hochhalten, um gute Ergebnisse zu erzielen und den Klassenerhalt schon beim Rückrundenwettkampf in Herbolzheim sichern zu können. Hier (Samstag, 16 Uhr) tritt man nochmals gegen alle Mannschaften der Landesliga an, wobei der TV Schiltach von den vermeintlichen Relegationskandidaten die beste Ausgangsposition besitzt. Während der direkte Abstieg nahezu ausgeschlossen ist, geht es jetzt nur noch darum zwei der drei Konkurrenten bestehend aus dem TV Freiburg-Herdern, TV Neckarau und TV Güttingen hinter sich zu lassen, um nicht auf die Relegationsplätze abzurutschen. Der direkte Klassenerhalt wäre demnach als großer Erfolg zu werten.

 

Ligafinale der 2. Herrenmannschaft

Bezirksliga mit guten Leistungen abgeschlossen

Die 2. Herrenmannschaft des TV Schiltach hat sich beim Ligafinale in Iffezheim wacker geschlagen, konnte jedoch mit 189,45 Punkten keine Mannschaft hinter sich lassen. Somit schloss das Team um Trainer und Turner Andreas Feigel die Ligarunde auf den 4. und letzten Platz ab.

Der TV Schiltach begann am Sprung, zeigte vier solide Sprünge und konnte nach dem ersten Gerät und unter den Augen vieler mitgereister Fans sogar die Gesamtführung für sich beanspruchen. Das änderte sich sogleich am Barren, da man hier wieder mit den üblichen Personalsorgen zu kämpfen hatte. Gute Übungen von Harry Krötz und Andreas Feigel sollten hier nicht ausreichen, um den Anschluss an die anderen Teams zu wahren. Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch am Reck ab, wo man weiter an Boden verlor. Am Boden kam wieder Kai Nakic zum Zug, der seine Sache genauso gut machte wie Nico Skowaisa und Andreas Feigel. Ärgerlich war hier nur die Wertung für Sebastian Schwarz, da dieser ein Element nicht anerkannt bekam und hierfür große Abzüge bekam. Auch am Pferd blieb man nicht ohne Makel, ehe man die Fehler durch eine gute Teamleistung an den Ringen mehr als wett machte. Zu erwähnen sind vor allem Skowaisa umd Schwarz, die zu einem guten Ergebnis maßgeblich beitrugen. 

Am Ausgang des Ligafinales sollte diesjedoch nichts ändern. Die Erstplatzierte WKG Schwarzwald-Baar, der SV Schapbach sowie der Drittplatzierte TuS Oberhausen eilten mit über 20 Punkte davon und ließen den Turnern aus Schiltach keine Chance. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass einige Verletzungssorgen die Saison erschwerten. Dementsprechend hofft man für die kommende Saison im neuen Jahr schließlich wieder auf einen breiteren Kader zurückgreifen zu können, um Begegnungen wieder erfolgreicher gestalten zu können.