1. Herrenmannschaft: 5. Wettkampftag der 2. Bundesliga 2018

TV Schiltach ohne Pit Nakic und ohne Fortune / Nichts zu holen bei starken Exquisas

Wie erwartet hatte der TV Schiltach es mit starken Exquisas zu tun und unterlag am Ende mit 57 zu 17 deutlich in Unterhaching.

Zwar erwartete die dezimierte Schiltacher Mannschaft einen starken Kontrahenten, doch auch selber machte man sich ein ums andere mal das Leben schwer. Am Boden misslang der Start völlig, nachdem in vier Übungen drei Stürze zu beklagen waren. Thorben Kern und Johannes Kastler gaben nach ihren Fehlern Punkte ab, während es Tom Nakic und dem Ukrainer Roman Shkliarenko nicht gelang, sich durchzusetzen. Auch am Pferd hatte man keine Fortune, obwohl hier zumindest stabile Übungen vorgetragen wurden und Lion Sundermann, der hier zum ersten mal in der Saison startete, seinen Job mehr als ordentlich machte. Tom Nakic holte hier noch die beste Pferdwertung, bekam es aber mit Exquisas Markus Müller zu tun, der mit einer starken Übung nichts anbrennen ließ. Nur dem russischen Turner Andrey Lagutov gelang für die Gäste aus dem Schwarzwald ein Punktgewinn.

An den Ringen spekulierte man eigentlich auf den Gerätesieg: Vier tolle Übungen, darunter auch die von Tom Nakic, der seinen verletzten Bruder Pit ersetzte, reichten dafür jedoch nicht. Lagutov kam nach seiner Übung mit schwierigsten Krafthalten mit vier gewonnenen Punkten noch am besten weg. Bei Timo Armbruster und Lion Sundermann dagegen war den Schiltachern nicht das Glück der Kampfrichter hold. Diese einseitige Begegnung setzte sich auch am Sprung mit einer 3-zu-13-Schlappe fort. Manuel do Rosario ersetzte seinen verletzten Teamkollegen und zeigte einen Kasamatsu in gehockter Ausführung. Shkliarenko holte hier die einzigen Punkte für die Kinzigtäler.

Am Barren konnte dann die Negativserie beendet werden und man holte sich trotz aller Unwägbarkeiten verdient das Gerät: Lagutov, Sundermann und do Rosario verbuchten vier Punkte und machten den Sturz Thorben Kerns und so manch zweifelhafte Bewertung vergessen. Am Reck unterlag man schlussendlich dem Gastgeber, nachdem der Brite Pavel Karnejenko gegen Sundermann die Gunst der Kampfrichter auf seiner Seite hatte und David Speck im letzten Duell stürzte. Da auch do Rosario nach toller Leistung sich geschlagen geben musste, reichten Shkliarenkos vier Punkte nur zur Ergebniskosmetik.

Das Team aus Oberbayern holte sich gegen die Turner von Andreas Feigel und Dirk Barwinsky den verdienten Sieg und dürfen sich somit Hoffnung auf das Ligafinale machen. Das VEGA Turnteam hat nun zwei Wochen Zeit, sich von dieser Niederlage zu erholen, um dann mit voller Konzentration gegen den TSV Pfuhl anzutreten und am 10. November (16 Uhr) einen anständigen letzten Heimwettkampf abzuliefern. Bis dahin könnte es auch zu weiteren Veränderungen in der Mannschaftsaufstellung kommen, die dann aber glücklicherweise keiner Verletzung geschuldet sein werden.