1. Herrenmannschaft: 4. Wettkampftag der 2. Bundesliga 2018

Heimniederlage gegen den Tabellenführer / Pit Nakic fällt für den Rest der Saison aus

Der TV Schiltach verliert zuhause unglücklich gegen den StTV Singen mit 22 zu 63. Die Entscheidung fiel schon an den Ringen, als Pit Nakic den Wettkampf vorzeitig abbrechen musste.

Dabei startete man nicht mal schlecht in den Wettkampf. Zwar konnten die Kinzigtäler am Boden nicht vollends überzeugen und lagen nach vier geturnten Duellen mit elf Punkten hinten, dennoch kämpfte sich das Heimteam am Pferd wieder in diesen Wettkampf hinein. Tom und Pit Nakic ließen mit ihren sieben gewonnenen Punkten Hoffnung aufkeimen, eine erfolgreiche Aufholjagd zu gestalten. Durch den Sturz Roman Shkliarenkos wurde diesem Vorhaben jedoch ein vorzeitiges Ende bereitet. Tim Leitenmair verbuchte im letzten Pferdduell satte fünf Punkte für Singen.

Entschieden war jedoch noch nichts. Tatsächlich folgte die Entscheidung trotzdem mit dem ersten Turner an den Ringen, als Pit Nakic zum Duell gegen Christian Dehm antreten wollte. Bei seinem zweiten Kreuzhang verletzte er sich so sehr, dass er die Übung als auch den Wettkampf abbrechen musste. Konsequenterweise errangen die Gäste hierdurch zehn Scores und zogen mit einem 7 zu 31 davon. Von diesem Schock gezeichnet fanden die Schiltacher Athleten nicht mehr in die richtige Bahn zurück. Die Ringe gingen trotz fünf Punkte Andrey Lagutovs an die Singener, wie auch alle folgenden Geräte.

Mit diesem herben Ausfall eines Leistungsträgers musste am Sprung und am Barren teils improvisiert werden. Tom Nakic ersetzte seinen Bruder am Sprung, hatte aber gegen Antonio Huber das deutliche Nachsehen. Auch Johannes Kastler und Thorben Kern gelang es nicht, weitere Ergebniskosmetik zu betreiben. Nur Shkliarenko wusste mit seinem Kasamatsu mit zusätzlicher Schraube zu überzeugen und holte für den Gastgeber drei Punkte. Am Barren startete im ersten Duell Manuel do Rosario für seinen verletzten Teamkollegen und lieferte bis auf den Abgang eine gute Leistung ab. Der Sturz nach seinem Doppelsalto rückwärts hatte jedoch weitere Punkte für den Stadtturnverein zur Folge. Trotzdem konnte man zumindest hier die verbleibenden Duelle sehr ausgeglichen gestalten. Andrey Lagutov zeigte überragende Leistungen und holte vier Punkte für die Kinzigtäler, während Lion Sundermann nur einen Punkt an Singens russischen Turner, Matvey Petrov, abgab. Knapp setzten sich die Turner vom Hohentwiel dann im letzten Duell gegen Thorben Kern durch und behielten doch noch ihre weiße Weste. Auch am abschließenden Reck war das Team von Andreas Feigel und Dirk Barwinsky der Situation nicht gewachsen. Dieses Gerät ging verloren, trotz dreier Punkte Shkliarenkos und dem beeindruckenden Unentschieden Sundermanns gegen Petrov. Am Ende stand eine schallende Niederlage gegen den weiterhin Führenden der 2. Bundesliga Süd.

Größter Wermutstropfen dieses Wettkampfes bleibt jedoch der Ausfall eines Leistungsträgers mit Pit Nakic. Zwar läuft das VEGA Turnteam keine Gefahr mehr, in Abstiegsnöte zu geraten - zumindest praktisch, in der Theorie jedoch möglich - aber nun hat man kaum mehr Ambitionen, die vorderen Plätze der 2. Bundesliga anzugreifen. Die kommende Begegnung gegen Exquisa Oberbayern in Unterhaching wird also insofern interessant sein, wie die Mannschaft in der Lage sein wird, diesen Ausfall zu kompensieren.